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Tansania

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SolarHomeSysteme und Mikrofinanzierung in Tansania

URBIS FOUNDATION fördert in Tansania und auf Sansibar die Maßnahmen der Deutsch-SHS demomodulTansanischen Partnerschaft e.V. finanziell.

Die Fördermaßnahmen in Tansania sind ausschließlich auf die Verbreitung und den Einsatz von Solartechnik, insbesondere von Solarlampen und Solarhomesystemen (SHS) ausgerichtet. Damit setzt die Stiftung ihr Ziel, die Förderung regenerativer Energien, mit besonderer Intensität um. In Tansania finden sich dafür vergleichsweise günstige Voraussetzungen durch die Kompetenz bestehender nationaler und engagierter internationaler Partnerorganisationen vor Ort (MicroEnergy International, North-South-Initiative des Evangelischen Hilfswerks für Afrika (NSI), Tanzania Solar Energy Association (TASEA), Zansibar Solar Energy Association (ZASEA)).

SolarHomeSysteme (SHS) bestehen aus 14 Watt-Modulen, 10-Watt Lampen, einem Laderegler, einer Batterie und einem Anschluss für ein Mobiltelephon. Mit diesem System können Dorfbewohner in Tansania, die in der Regel keinen Stromanschluss haben, ihren Bedarf an elektrischer Versorgung decken. Von der Installation bis zur Nutzung ist aber ein weiterer Weg, denn es muss zunächst der korrekte Umgang mit dem SHS erklärt und die Handhabung geübt werden, um Schäden durch unsachgemäßes Anschließen von Geräten zu vermeiden. Ein zentrales Hindernis zur Verwendung der Systeme besteht in dem Preis-Leistungsverhältnis, das erst nach längerer Zeit für einen Haushalt rentabel wird, und nicht zuletzt auch in der Verfügbarkeit der SHS. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

In dem breit gefächerten Solarprogramm der Deutsch-Tansanischen Partnerschaft (DTP e.V.) unterstützt URBIS FOUNDATION auch im laufenden Jahr den Einsatz von Freiwilligen im Bereich Erneuerbare Energien. Mit diesem Einsatz junger Interessierter aus Tansania kann mit Verstärkung durch das weltwärts-Programm Sensibilisierungs- und Multiplikatorenarbeit zur Nutzung und Wartung von Solarsystemen vor allem im dörflichen Umfeld geleistet werden. Damit setzt die Stiftung ihr langjähriges Engagement fort, mit dem sie von 2005 bis 2009 daran beteiligt war, den Übergang des Freiwilligen Ökologischen Jahres zum Entsendeprogramm der deutschen Regierung „weltwärts“ im Bereich Solartechnik der DTP e.V. in Tansania zu finanzieren.

URBIS FOUNDATION stellt im Jahr 2010 außerdem finanzielle Mittel für die Anschaffung eines solar-betriebenen Back-Up-Systems und ebenfalls eine finanzielle Förderung des lokalen Solar-Technik-Netzwerks von Sansibar, „ZASEA“, zur Verfügung. ZASEA kann damit sowohl einen Teil der Personalkosten als auch einen Teil seines Schulungsprogramms im Bereich Solartechnik finanzieren. 

Mit besonderem Interesse begleitet die URBIS FOUNDATION die Mikrokreditprogramme in Tansania: Lokal ansässige Mikrokreditbanken sind wegen der ungünstig langen Abschreibungsphase von Solarinstallationen nicht in ausreichendem Maß für Mikrokreditvergaben zu gewinnen.

Ein Vergleich mit der Modellbank Grameen-Shakti in Bangladesh zeigt außerdem, dass die Begleitung von Solarsystemen, die über Mikrokredite finanziert sind, in dicht besiedelten Regionen wesentlich effizienter zu leisten ist als in weitläufigen Regionen wie in Tansania. Hier Lösungsansätze zu finden, ist der Stiftung ein Anliegen, das sie im Rahmen des Solarenergieprogramms Tansania von MicroEnergy International kontinuierlich verfolgt.

In Anknüpfung an ihr Mikrokreditprogramm für Frauen in Togo möchte URBIS FOUNDATION in Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen in Tansania und Togo die Idee eines überregionalen Modells für die Kombination von Solarförderung und Mikrokreditvergabe weiter entwickeln.