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Soziales

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Soziale Teilhabe und Gender - Soziales

Das soziale Engagement von URBIS FOUNDATION in Togo ist als direkte Antwort auf den dringenden Bedarf an materieller Ausstattung von Kindergärten, finanzieller Unterstützung für den Schulbesuch benachteiligter Schüler/innen und der Förderung von Frauen entstanden, die nur eine kleine Starthilfe benötigen, um für sich und für ihre Familie eine Existenz zu gründen.

kinderEine lokale Mitarbeiterin von URBIS FOUNDATION Togo hält die verschiedensten Fäden zu einzelnen Familien, Frauen und Frauengruppen und nicht zuletzt zu sozialen und Bildungseinrichtungen rund um Sokodé zusammen. Die Sachspenden von URBIS FOUNDATION (Spielsachen, Kleider, Schuhe) werden in Kindergärten verteilt, oft in Verbindung mit einem finanziellen Beitrag zu baulichen Maßnahmen, z.B. um ein undichtes Kindergartendach zu reparieren oder Fenster einzubauen. Togoische Erzieherinnen konnten bereits an einer Fortbildung teilnehmen, in der ihr Bewusstsein für die frühe Förderung von Vorschulkindern geschärft wurde. Spielsachen oder Spielgeräte gelten eher als verzichtbarer Luxus und ihr Wert für die geistige und motorische Entwicklung der Kinder wird nicht ausreichend erkannt. In dem Sinn möchte sich die Stiftung auch weiterhin für die bessere Ausstattung von Kindergärten und eine verbesserte erzieherische Begleitung der Vorschulkinder in der Zentralregion einsetzen.

schule1Die Schulbildungsförderung setzt sich für Grundschulkinder und Schüler/innen weiterführender Schulen fort. Ein leistungsbezogenes Fördersystem soll die Eigenbeteiligung durch die Eltern und vor allem auch den Ehrgeiz der Kinder anregen. Der Schulerfolg scheint aber oft auch an den didaktischen Grenzen der staatlichen Schulen zu scheitern, in denen der Lehrerfolg u.a. auch durch die Klassengröße (teilweise 80 Schüler/innen) erschwert wird. In jedem Fall geht es URBIS FOUNDATION darum, mit ihrem finanziellen Beitrag einen der Gründe dafür zu beseitigen, dass Schüler/innen ein weiter führender Schulbesuch und der Weg zu einer Ausbildung verwehrt bleibt:

  • Schulgeld und eine Grundausstattung zum Schulbesuch (Schreibmaterial, Kleidung)
  • Honorar für Nachhilfelehrer (teils selbst Abiturient/innen)
  • Weitere Förderung für ein Studium

schule2Neben dieser rein finanziellen Unterstützung – ergänzt durch Sachspenden – hat die Stiftung in der Vergabe dieser Mittel Wert darauf gelegt, dass der Mädchenanteil in den Schulkinderprojekten erhöht wurde. Außerdem wurden die Eltern der Schüler/innen sensibilisiert dafür, die Schulbildung ihrer Kinder ernst zu nehmen und selbst zu fördern, indem sie auf die Teilnahme am Unterricht achten und sicher stellen, dass die Kinder auch ihre Hausaufgaben machen können.

Ausbildungsförderung für Erwachsene leistet URBIS FOUNDATION erstmals im Studienjahr 2010/11 in Form von Stipendien für Student/innen aus der Region Tchaoudjo, die mindestens im 3. Semester in einem naturwissenschaftlichen Fach an der Universität Lomé immatrikuliert sind.

Im Vordergrund der Erwachsenenförderung stehen Frauen: Seit einigen Jahren vergibt die Stiftung Kleinkredite an selbständig tätige Frauen, die Ihr bestehendes Business ausbauen wollen. Die Frauen sind meistens in 3-4-köpfigen Gruppen organisiert und sind in dieser Gesamtheit für die monatliche Rückzahlung der Kreditraten verantwortlich, die in einem schriftlichen Vertrag mit der Stiftung für den Zeitraum von 12 bis maximal 18 Monaten vereinbart werden.

 

frauURBIS FOUNDATION wird ihr seit 2008 bestehendes Kleinkreditprogramm im Herbst 2010 vor Ort gemeinsam mit den nunmehr 14 aktiven Frauen-Kreditgruppen evaluieren und dabei Erfahrungen aus dem Grameen-Modell und der Geschichte der „Mutuelles“ in Westafrika miteinander verbinden.

In Zusammenarbeit mit der lokalen Nähkooperative unterstützt die Stiftung außerdem 3 junge Frauen in ihrer Ausbildung zu staatlich anerkannten Näherinnen. Die Frauen leisten zu ihrer Ausbildung auch finanziell einen Eigenbeitrag. Die erste Absolventin des Kurses soll Ende 2010 ihr Zertifikat in Händen halten. Zudem werden regelmäßig Nähmaschinen als gespendete Existenzgründungshilfen nach Togo transportiert.

Im sozialen Sektor von URBIS FOUNDATION Togo spielt die Vernetzung mit lokalen und regionalen Initiativen eine wichtige Rolle. In vielen Aktivitäten war die Stiftung bisher als Partner beteiligt oder hat sich in ihren Aktivitäten abgestimmt. Ein Blick auf die bisherigen Partnerorganisationen in Togo kann einen ersten Eindruck von der Vielfalt an Initiativen in der Region vermitteln, in der sich vor allem auch junge Menschen engagieren. URBIS FOUNDATION wird diese Potenziale für einmalige oder längerfristige Partnerschaften auch weiterhin sehr interessiert begleiten.