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7. Juli 2016

Projektreise nach Togo

Mit einer kleinen Delegation der URBIS FOUNDATION Deutschland besuchten wir Ende April Togo. Die Delegation setzte sich aus Dr. Manfred Epp dem Präsidenten des Stiftungsrates, seiner Frau Inge Epp und der Projektkoordinatorin Miriam Reindl zusammen. Für Dr. Manfred Epp war es nach zehn Jahren der erste Togobesuch. Motivation und Hintergrund der Reise war die Vorstellung der neuen Projektkoordinatorin Miriam Reindl sowie das Kennenlernen des neu eingestellten Directeur General, M. Adam, der seit knapp einem Jahr die Stiftungsarbeit in Togo leitet.

Unsere Reise begann in der Hauptstadt Lomé mit einem Netzwerktreffen der ansässigen Solar-Akteure, bei dem beschlossen wurde, die Kommunikation untereinander zu verbessern und ein offizielles Solar-Netzwerk zu gründen. Durch dieses Netzwerk sollen die Aktivtäten, Fortbildungsmöglichkeiten und Informationen im Bereich der Solarenergie besser koordiniert werden. Die Organisation und Umsetzung des Netzwerks wird von Chérif Kpandja, dem Repräsentanten der Urbis Foundation in Lomé, übernommen. Während unserer Sitzung wurden wir mit dem Thema Energiearmut sehr lebensnah konfrontiert. Durch einen mehrstündigen Stromausfall fielen alle Ventilatoren aus, was uns bei 42 Grad Außentemperatur einiges abverlangte und die Wichtigkeit von Energie noch einmal unterstrich. Der lange und heiße Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen in Lomé.

Am nächsten Morgen reisten wir weiter von Lomé nach Sokodé. Die Reise blieb nicht ganz frei von Hürden, da unser Auto leider am Abend zuvor beschlossen hatte, am nächsten Morgen nicht nach Sokodé fahren zu wollen. Ausgestattet mit einem Leihwagen haben wir dann doch fast pünktlich unsere Reise angetreten. Die Straße von Lomé nach Sokodé ist in weiten Teilen bereits gut ausgebaut und größtenteils von Teakbäumen flankiert. Am Abend erreichten wir sicher unser Ziel Sokodé. Sokodé ist der Hauptsitz der URBIS FOUNDATION TOGO und somit das Zentrum vieler Projektaktivitäten.

Angekommen in Sokodé wurden wir von allen Mitarbeitern mit Blumen und Gesang herzlich begrüßt. Die darauffolgenden Tage waren von regem Austausch zu allen Tätigkeitsfelder der URBIS FOUNDATION geprägt. Die Verantwortlichen der verschieden Sektoren – Solarenergie, Gesundheit, Sozial, Mikrokredite und Landwirtschaft – berichteten über Fortschritte, aktuelle Geschehnisse sowie Zukunftsperspektiven ihrer jeweiligen Sektoren. Ein Besuch auf unserer Projektfarm ermöglichte uns die Früchte der Arbeit, besonders in Form von Mangos, Linsen, Reis, Erdnüssen und Cashews zu bestaunen. Die Energieversorgung der Farm läuft über eine Solaranlage, die auch die Wasserpumpen zur Bewässerung der Felder versorgt. Im Laufe des Jahres wird diese Anlage erweitert um weitere Gebäude der Farm mit Energie zu versorgen. Wir hatten auch die Gelegenheit uns mit dem Imam, dem geistigen Oberhaupt des Nachbardorfes Koboyoh, sowie mit den Dorfältesten auszutauschen, die uns einen Brief mit Grußworten und Anregungen überreichten.

Der Austausch mit der lokalen Bevölkerung und unseren Mitarbeitern war für uns sehr informativ und fruchtbar. Da die Projekte aus der Ferne betreut werden, ist es von unschätzbarem Wert, sich ein Bild von der Lage vor Ort machen zu können und zu sehen, wie die Aktivitäten realisiert werden.
Zum Abschied aus Sokodé wurde von den Mitarbeitern ein Abschiedsabendessen organisiert, bei dem die ganze „Familie Urbis“ gemeinsam Gelegenheit hatte, unseren Aufenthalt Revue passieren zu lassen. Zu dieser Gelegenheit wurde uns auch ein Bild überreicht, welches URBIS FOUNDATION als lichtbringende Flamme darstellt. Wir hoffen sehr diese Erwartungen gemeinsam mit unseren togoischen Partnern auch erfüllen zu können.
Mit viel Optimismus und Tatendrang haben wir Togo verlassen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!



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